In welchen Ländern ist Leihmutterschaft erlaubt?
Die gestationelle Leihmutterschaft ist in vielen Ländern erlaubt, doch die rechtlichen Bedingungen unterscheiden sich erheblich.
- In welchen Ländern ist Leihmutterschaft legal?
- Länder, in denen gestationelle Leihmutterschaft erlaubt ist
- Welche rechtlichen Voraussetzungen gelten in den einzelnen Ländern?
- Vergleich: Länder, in denen Leihmutterschaft legal ist
- So wählen Sie das richtige Land für eine gestationelle Leihmutterschaft
- Internationale Programme für gestationelle Leihmutterschaft bei FHRG
- USA
- Ukraine
- Georgien
- Griechenland
- Kanada
- Vereinigtes Königreich
Manche Staaten gestatten eine Vergütung für die Leihmutter, andere nur eine altruistische Form oder gesetzlich geregelte Ausgleichszahlungen. In Portugal sieht das Gesetz beispielsweise ausschließlich eine unentgeltliche Leihmutterschaft vor. Damit diese Regelung in der Praxis angewendet werden kann, fehlen jedoch weiterhin die erforderlichen Ausführungsbestimmungen.
Wichtig ist: Auch wenn ein Programm in einem Land rechtlich zulässig ist, etwa die gestationelle Leihmutterschaft in der Ukraine, steht es deshalb nicht automatisch allen ausländischen Wunscheltern offen. Ebenso wenig ist damit garantiert, dass die Elternschaft im Heimatland anerkannt wird. Bei der Wahl des Landes müssen daher die Staatsangehörigkeit der Wunscheltern, die medizinischen Voraussetzungen, ihr Familienstand und die rechtlichen Schritte zur Registrierung des Kindes berücksichtigt werden.
In welchen Ländern ist Leihmutterschaft legal?
Es gibt kein einheitliches internationales Gesetz, das die gestationelle Leihmutterschaft weltweit regelt. Jedes Land legt selbst fest, wer an einem Programm teilnehmen darf, wer nach der Geburt rechtlich als Eltern gilt und welche Zahlungen zulässig sind.
Die Regeln können sich sogar innerhalb eines Landes unterscheiden. In den USA kommt es auf das Recht des jeweiligen Bundesstaates an. In Kanada hängt das Verfahren zur rechtlichen Anerkennung der Elternschaft von der Provinz ab.
Entscheidend ist außerdem der Unterschied zwischen einem ausdrücklich gesetzlich erlaubten Verfahren und einer Praxis, die lediglich nicht ausdrücklich verboten ist. Dass ein Kind in einem bestimmten Land geboren werden kann, bedeutet beispielsweise nicht, dass dort auch ein kommerzieller Leihmutterschaftsvertrag zulässig ist. Eine Länderliste kann deshalb nur der Ausgangspunkt sein, um die jeweiligen Gesetze und Verfahren genauer zu prüfen.
Länder, in denen gestationelle Leihmutterschaft erlaubt ist
Ein Überblick über die Länder, in denen gestationelle Leihmutterschaft möglich ist, hilft dabei, die Unterschiede beim rechtlichen Schutz einzuschätzen. Die Voraussetzungen sind von Land zu Land verschieden.
USA
In einigen Bundesstaaten, darunter Kalifornien, sind vergütete Programme für Paare und Alleinstehende erlaubt, auch wenn sie aus dem Ausland kommen. Das gerichtliche Verfahren zur Feststellung der Elternschaft kann bereits vor der Geburt beginnen. Die Regeln des jeweiligen Bundesstaates müssen jedoch einzeln geprüft werden.
Ukraine
Nach ukrainischem Recht ist die gestationelle Leihmutterschaft für verheiratete heterosexuelle Paare mit medizinischer Indikation zulässig. Das Kind muss mit mindestens einem der Wunscheltern genetisch verwandt sein. Gemäß Artikel 123 des Familiengesetzbuches gelten die Wunscheltern rechtlich als Eltern des Kindes.
Georgien
Für ein Programm in Georgien müssen heterosexuelle Paare entweder verheiratet sein oder seit mindestens einem Jahr in einer festen Lebensgemeinschaft leben. Das Gesetz erkennt die Wunscheltern als rechtliche Eltern des Kindes an. Weder die Leihmutter noch eine Eizellspenderin erhalten Elternrechte.
Griechenland
Griechenland erlaubt nur die nichtkommerzielle Leihmutterschaft mit bestimmten Ausgleichszahlungen. Seit den Gesetzesänderungen von 2025 müssen beide Seiten in Griechenland wohnen, um an einem Programm teilnehmen zu können. Das gilt sowohl für die Frau mit medizinischer Indikation, die das Verfahren beantragt, als auch für die Leihmutter.
Kanada
Altruistische Programme sind für Paare und Alleinstehende erlaubt. Eine Vergütung für das Austragen des Kindes ist verboten, bestimmte Auslagen dürfen jedoch erstattet werden. Unter besonderen Voraussetzungen kann auch ein Verdienstausfall ausgeglichen werden.
Vereinigtes Königreich
In England ist die nichtkommerzielle gestationelle Leihmutterschaft erlaubt. Angemessene Ausgaben im Zusammenhang mit dem Verfahren dürfen erstattet werden. Bei der Geburt gilt zunächst die Leihmutter als rechtliche Mutter. Für die Anerkennung der Wunscheltern als rechtliche Eltern gelten gesonderte Voraussetzungen.
Jedes Land, in dem Leihmutterschaft erlaubt ist, hat eigene Regeln für den Zugang zu Programmen und die rechtliche Anerkennung der Elternschaft. Diese sollten vor einer Entscheidung sorgfältig geprüft werden.
Welche rechtlichen Voraussetzungen gelten in den einzelnen Ländern?
Wer ein Land für eine Leihmutterschaft auswählt, muss dessen rechtliche Vorgaben berücksichtigen. Bei kommerziellen Programmen erhält die Leihmutter eine vertraglich vereinbarte Vergütung. Bei altruistischen Programmen ist eine Bezahlung für das Austragen des Kindes untersagt, gesetzlich vorgesehene Kostenerstattungen und Ausgleichszahlungen können aber zulässig sein. Die Bezahlung medizinischer oder juristischer Leistungen macht ein altruistisches Programm nicht automatisch kommerziell.
Ob Wunscheltern an einem Programm teilnehmen können, hängt unter anderem von folgenden Punkten ab:
- Anerkennung der rechtlichen Elternschaft im Land der Staatsangehörigkeit oder des Wohnsitzes;
- Staatsangehörigkeit, gemeldeter Wohnsitz und tatsächlicher Aufenthaltsort;
- genetische Verwandtschaft mit dem Kind;
- medizinische Indikation und Alter;
- Nachweis einer Ehe oder einer festen nichtehelichen Lebensgemeinschaft.
Einige Länder lassen Ehepaare zu, nicht jedoch Alleinstehende. Vor dem Beginn sollten drei Fragen geklärt werden: Ist das Programm für Ausländer zugänglich? Wie wird die Elternschaft anerkannt? Welche Dokumente braucht das Kind für die Ausreise? Auch mögliche Einschränkungen im Wohnsitz- oder Heimatland der Wunscheltern sind zu berücksichtigen.
Vergleich: Länder, in denen Leihmutterschaft legal ist
Vor der Entscheidung für ein Land sollte klar sein, welche Formen der Leihmutterschaft erlaubt sind, ob Ausländer teilnehmen dürfen und für wen die Programme offenstehen. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede.
| Land | Erlaubte Form der gestationellen Leihmutterschaft | Wer teilnehmen darf | Zugang für Ausländer |
|---|---|---|---|
| USA | Kommerziell in einzelnen Bundesstaaten | Paare und Alleinstehende, je nach Bundesstaat | In vielen Bundesstaaten unter bestimmten Voraussetzungen möglich |
| Ukraine | Kommerziell / vergütet | Verheiratete heterosexuelle Paare mit medizinischer Indikation | Bei Erfüllung der Voraussetzungen möglich |
| Georgien | Kommerziell / vergütet | Heterosexuelle Ehepaare oder Paare in fester Lebensgemeinschaft | Abhängig von der Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen |
| Griechenland | Nichtkommerziell, mit bestimmten erlaubten Ausgleichszahlungen | Frauen mit medizinischer Indikation, auch unverheiratete Frauen | Bei Erfüllung der Wohnsitzvoraussetzungen möglich |
| Kanada | Altruistisch | Paare und Alleinstehende | Je nach Provinz unterschiedlich |
| Vereinigtes Königreich | Nichtkommerziell | Paare und Alleinstehende | Durch Anforderungen an die rechtliche Anerkennung der Elternschaft eingeschränkt |
Die Tabelle gibt einen allgemeinen Überblick. Sie ersetzt keine individuelle rechtliche Prüfung der Bedingungen im jeweiligen Land.
So wählen Sie das richtige Land für eine gestationelle Leihmutterschaft
Am Anfang der Länderwahl sollte eine rechtliche Beratung stehen. Ein Anwalt sollte alle Schritte erläutern: die Geburtsregistrierung, die Anerkennung der Elternschaft, den Erwerb der Staatsangehörigkeit und die Dokumente für die Ausreise.
Ebenso wichtig ist die Frage, ob eine Adoption erforderlich wird und wie lange die Wunscheltern im Ausland bleiben müssen. Eine ausländische Geburtsurkunde lässt sich nämlich nicht in jedem Heimatland ohne Weiteres registrieren.
Auch die Kosten spielen eine große Rolle. Der Gesamtpreis sollte die Erzeugung und den Transfer der Embryonen, gesetzlich zulässige Zahlungen, die Betreuung während der Schwangerschaft, die Geburt, Untersuchungen, rechtliche Begleitung und Unterkunft umfassen. Feskov Human Reproduction Group bietet beispielsweise Programme mit Geburt in der Ukraine ab 65.000 EUR an. Welche Leistungen enthalten sind, richtet sich nach dem gewählten Paket.
Außerdem sollten die Zulassungen der Klinik, die Auswahlkriterien für Leihmütter und die Erfahrung des medizinischen Teams überprüft werden. Findet das Programm in mehreren Ländern statt, muss vorab geklärt sein, wer für den Transport biologischen Materials, erforderliche Genehmigungen und medizinische Unterlagen verantwortlich ist.
Internationale Programme für gestationelle Leihmutterschaft bei FHRG
FHRG bietet internationale Programme an, bei denen Wunscheltern das Geburtsland wählen können. Je nach persönlicher Situation kann die Betreuung durch ein medizinisches Team in der Ukraine Teil des Programms sein. Die Klinik prüft die Möglichkeiten für Ehepaare, Paare in festen Lebensgemeinschaften und Alleinstehende individuell. Ob eine bestimmte Leistung verfügbar ist, wird im Einzelfall bestätigt.
Bei einem Garantieprogramm von FHRG sollten die Vertragsbedingungen genau geprüft werden. Die Klinik verpflichtet sich, alle vertraglich vereinbarten Schritte ohne zusätzliche Kosten für weitere IVF-Versuche zu ermöglichen.
Unter den Ländern mit gesetzlichen Regelungen für die gestationelle Leihmutterschaft bietet die Ukraine strukturierte Programme an. Sie sollen möglichst sichere und kontrollierte Bedingungen für die Schwangerschaftsbetreuung, die Geburt und die Vorbereitung der Dokumente schaffen.
Vor Vertragsabschluss sollten die Bedingungen für die Verwendung von Spendererbgut und die Anzahl der eingeschlossenen Behandlungszyklen geklärt werden. Das FHRG-Team begleitet die verschiedenen Programmphasen und hilft jeder Familie, eine Lösung zu finden, die zu ihrer Situation passt. So wird der Weg zum eigenen Kind überschaubarer und weniger belastend.
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